Aufmerksamen Lesern wird es nicht entgangen sein dass ich inzwischen
stolzer Besitzer eines neuen Telefons bin. Im Rahmen der
Querelen mit meinem Mobilfunkprovider wurde mir vor etwa einem Monat ein
HTC Hero zugeschickt (und bisher das alte Telefon nicht zurückgefordert). Ein schickes weißes Telefon von einem von mir bisher wegen seiner Telefone mit Windows Mobile gemiedenen Hersteller. Dieses Gerät aber ist anders.
Der Hero sieht nicht nur schick aus – es ist gänzlich in weiß, silbern und schwarz gehalten – sondern besticht durch seine Einfachheit und sein recht schlichtes Design. Es hat nämlich bis auf ein paar kleine recht selbsterklärende Tasten ein großes berührungsempfindliches Touch-Display und eine transparenten Trackball welcher auch gerne mal weiß pulsiert. So weit wie Apple hat HTC das Vereinfachen leider nicht getrieben. Von den sechs Tasten hätte man durchaus drei Tasten weglassen können ohne die User Experience zu gefährden.
Es ist ein
Android-Handy (Version 1.5) (
Wikipedia-Artikel über Android) was bedeutet dass man das Ding ganz einfach auf dem Android Market selber erweitern kann. Mit apk-Dateien geht das auch manuell. Was ich auch
fleißig nutze, dazu unten mehr. Es hat eingebaute
Widgets für Anbindungen an
Twitter,
flickr und Facebook. Auch ein
YouTube-Client ist an Board. Man kann also gleich loslegen und auch mobil seine Communities auf den Schirm holen. Da macht mit Touch auch viel Spaß. Interessant: Die Anbindungen sind nicht unbedingt als einzelne Anwendungen ausgelegt sondern sind mit den Kontakten verknüpft. Man ruft einen Kontakt auf und hat unter
Aktualisierungen vom jeweiligen Kontakt das Neueste was dieser auf Facebook geschrieben hat und unter
Bilder des Kontaktes seine Bilder auf flickr oder Facebook. Man bekommt so einen
Lifestream des Kontaktes. Dieser personenzentrierte Ansatz ist nicht ganz unpraktisch, auch wen man sich im Gegensatz zu anderen mobilen Anwendungen etwas umgewöhnen muss.
SMSKurzmitteilungen, hier Nachrichten genannt, werden wie in einem Chatprogramm dargestellt. Auch das ist viel besser als die althergebrachte Methode welche sich an einem Emailprogramm mit seinen verschiedenen Ordnern orientiert!
Schwierigkeit trat auf als ich das Telefon einrichten wollte – ich bekam die Akkufachabdeckung nur recht schwer auf. Da das Gerät zu einem großen Teil aus Kunststoff hergestellt ist befürchtete ich einen Bruch und ging nur sehr vorsichtig zu werke. Inzwischen geht das aber ganz gut. Zum Wechseln der Speicherkarte muss man den Akkufachabdeckung öffnen, das Telefon aber nicht ausschalten. Wozu man allerdings häufiger die Speicherkartet wechseln sollte weiß ich nicht. Schließlich verbindet sich das Hero leicht per USB-Verbindung, Bluetooth oder WLAN mit vorhandenen Geräten.
Hinten hat es unten einen Knick der auf den ersten Blick etwas befremdlich wirkt da er sich weder oben wiederholt noch so rund ist wie beim iPhone. Das scheint etwas komisch, lässt das Gerät aber besser in der Hand liegen.
Bevor ich allerdings hier jedes Detail beschreibe lieber eine Aufzählung der Dinge welche mir aufgefallen sind. Allgemein Besprechungen gibt es bei den üblichen Verdächtigen wie zum Beispiel
engadget,
areamobile oder
chip. Daher hier nur ein paar Dinge welche mir aufgefallen sind.
Weiteres – insbesondere über die zusätzlichen Apps welche ich nutze – in einem weiteren Artikel.
Die Nutzung und Usability ist viel stringenter als bei vielen normaleren oder auch älteren Telefonen. Allerdings reicht sie auch hier lange nicht an das seit Jahrzehnten weiterentwickelte und bewährte Konzept von Apple heran. Manche Einstell-Dialoge sind doch anders gestaltet und auch die Navigation weicht hin und wieder vom bekannten Schema ab. Schön wäre da sicher ein wenig weiter gedachte Usability um es noch ein wenig besser zu machen. Irgendwo las ich sogar noch das englische Wörtchen „of“ was aber praktisch nicht auffällt. Die Idee mit den Anwendungen durch Fremdanbieter ist gut da man dadurch für jede mitgelieferte Anwendungen ggf. etwas Besseres finden kann. Falls Programmierfähigkeiten vorhanden sind schreibt man die Anwendung einfach selber. Wirkliche Fehlfunktionen oder gar Abstürze habe ich nicht beobachten können.
Ganz selten erschien allerdings wenig nachvollziehbar das Wetter-Widget.
Ein echtes Ärgernis ist die Kamera. An sich schick gemacht schießt die 5 MP-Kamera am Tage ganz gute Bilder, wenn auch manchmal mit einem leichten Blaustich welcher sich fix automatisch korrigieren lässt. Wo sie kläglich versagt ist beim Zoomen. Den Zoom sollte man am besten niemals betätigen und lieber hinterher am Rechner den passenden Ausschnitt wählen und ggf. vergrößern. Was ich auch bei diesem Handy kläglich vermisse ist ein Fotolicht. Man kann also bei wenig Licht auch keine guten Fotos machen da nicht einmal ein Blitz vorhanden ist. Irgendwie scheine ich immer die Modelle ohne Licht zu bekommen.
Später mehr über dieses Mobile. Stay tuned!