Einen entspannten Abend hatte ich geplant. Ich hatte mir vorgestellt mit Freunden im Irish Pub ein paar gemütliche Biere und entsprechende Musik zu mir zu nehmen.
Es kam anders.
Im Irish Pub hat sich
der Schweriner, eigentlich aus
Grevesmühlen kommend und natürlich Rostock-Fan, dermaßen in Grund und Boden geredet, man glaubt es kaum. Ob er zum ersten Mal in der Hautpstadt war? Wir haben gelacht. Und ihn stehen gelassen nachdem wir ihn - gemein wie wir sind - vorgeschickt hatten. Nach ein paar Livesesions unter der S-Bahn kam die Zeit wo ich meine Mitstreiter vor den Taxen verabeschieden wollte um den Heimweg einzuschlagen. Dagger bleib aber noch eine Sekunde um mitanzusehen und -hören wie die ersten beiden Fahrer am Stand nicht einmal den Weg in die präferierte Straße zum Club kannten. Als der Herr M. sich schon im Taxi sitzend verabschieden wollte hätte er mich trickreich ins Auto ziehen wollen. Dem kam ich in zuvor und setzte mich. Auf ging es mit
den Hamburgerinnen in einen der ranzigsten Schuppen dieser Stadt. Zur Karaoke.
Diese war weniger wie die japanische Variante sondern rockte. Das erste Lied kam von Green Day. Einem lustiges Päärchen war schon alles egal und sie sangen Barbie Girl von Aqua. Alles dabei also.
Unsere Mädels sangen selbstredent
Auf der Reeperbahn Nachts um halb eins von
Hans Albers. Das Lied lief allerdings viel zu schnell und keiner kam so richtig mit. Trotzdem gab es tosenden Applaus und Indianerschreie. Zwar haben sie auch Jet -
Are You Gonna Be My Girl? gespielt. Aber das
hatten wir ja schon. Einen Moment lang überlegte ich Bloc Party zu singen aber ich beließ es als einigermaßen gezwungener Backgroundsänger bei Grönemeyer.
Gegen halb vier kam das Licht und wir sind in einen anderen Raum zum Tanzen ausgewichen. Die gemischte Musik dort hielt leider auch nicht lange vor so dass wie ein zweites Mal Raum und Musikrichtung wechselten. Auch im Rockkeller konnten wir uns eine Weile aufhalten und mussten doch einmal mehr wechseln. Inzwischen war ich lange nicht mehr der Einzige der nach hause wollte. Daher wurde es auf dem letzten verbleibenden Floor
nicht mehr viel späterspät genug und
ein komischer Kerlder Türsteher drängelte uns unmissverständlich in Richtung Ausgang. Wir machten uns schlußendlich auf nur um doch wieder anders zu laufen als geplant.
Farbe des Abends: ROT!