Die letzte Party
kaum vorbei, der letzte Tag der
re:publica brach an. Gerade angekommen waren auch schon die ersten Veranstaltungen komplett überlaufen. Speziell die Vorträge über Videoblogs im Netz - der hätte mich schon sehr interessiert - und die Zukunftswerkstatt zur Privacy2.0 mit Ralf Bendrath und Jan Schallaböck (war er das wirklich?) waren mehr als voll. Bei Letzterer ergatterte ich zum Glück noch ein paar Quadratzentimeter - und mehr waren es wirklich nicht - im Blauen Saal der Kalkscheune. Für die nächste Veranstaltung ging ich auf Nummer sicher und blieb einfach sitzen und ließ mir von
Marko Dörre das neue IT-Grundrecht - kurz für Grundrecht
auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme erklären. Die Folge für das NRW-Verfassungsschutzgesetz war das es vom BVerfG für nichtig erklärt wurde. Schön war die Erläuterung in Sachen Urteilslesung für Nichtjuristen.
Die Idee mit dem analog-
Twittern war richtig klasse. Andauernd liefen einem rundbebilderte Konterfeis von vermeitlichen Twitterern - wer ist hier twittersüchtig? - über den Weg.
Hobnox, die welche die Video-Liveübertragung der
re:publica machten, wollen schlüsselfertige Lösungen für Künstler und die Vermarktung von Inhalten bietet. Sind allerdings noch ein wenig geschlossene beta (Tip: Anmelden über
Mashable) und
Prof. Oliver Wrede zeigt erst einmal einen Werbefilm von der Homepage anstatt eien wirklich spannenden Einstieg in den Vortrag zu wagen. Wer also eine Mischung aus MySpace, YouTube mit Möglichkeiten zum Erstellen und Remixen sucht kann hier vielleicht mal fündig werden.
Auch einige
hard bloggin' scientists wie Benedikt Köhler, Marc Scheloske, Dr. Tina Guenther habe ich mir angeschaut und ein schön pinkes Button abgestaubt. Gute Frage wie Blog und die Wissenschaft zusammenpassen. Zumindest fängt diese allmählich an im Web 2.0 anzukommen. Hürden und Fachverlage müssen aber wohl noch überwunden werden. Ob das so einfach werden wird? Als Startpunkt können die
SciBlogs vom Spektrum Verlag gelten. Wissen macht sexy. Hab ich mal gehört.
Mehr aktueller Praxisbezug - aber nicht die erwarteten Tools for the Remix-Generation - gab es beim
Creative Commons-Vortrag über eben jene Lizenzen unter denen so ziemlich alles hier im Blog steht. Selbstredent informativ. Und das letzte Ding vor der Abschlußveranstaltung mit Markus Beckedahl, Johnny Haeusler und jeder Menge Dankessagung an alle Beteiligten. Später leckeres Bier bei der Abschlußparty. Selbstgebrautes
FREE BEER um genau zu sein. Welches es nach einem kleinen Fußmarsch durch die Kehlen rann. Da waren sie wieder. Diese Creative Commons-Lizenzen. Geschmeckt hat es natürlich auch. Wobei das auch angebotente Reissdorf recht verlockend war.
Eine tolle Sache also, dieses Internet. Und noch viel besser wenn man mit den Menschen dahinter zusammenkommt und ein großes Happening feiert. Nächtest Jahr soll es wieder eine
re:publica geben. Hab ich mal gehört.
Alle meine Fotos gibt es übrigens in meiner
Fotosammlung.