Eröffnung der U55 in Berlin


Samstag war es soweit. Wie schon angedeutet fand ich mich
Sie U-Bahn-Linie selbst ist eher einer der kürzeren. Um genau zu sein ist es die kürzeste U-Bahn-Linie welche ich kenne, noch. Ganze drei Stationen umfasst die gesamte Strecke. Nicht viel aber nicht ganz unwichtig. Verkehren die acht Züge doch in einem autarken Netz zwischen dem


Architektonisch sind die Bahnhöfe an der Historie und Umgebung angepasst und bieten dem unbedarften Berlinbesucher und allen anderen Interessierten eine Menge Informationen rund um die Geschichte der Hauptstadt. Es gibt beleuchtete Infotafeln über den Mauerfall an den Wänden und Wortkunstwerke welche man sonst nicht bei den Öffentlichen Verkehrsbetrieben findet. Ganz schick gemacht. Die Lichtführung ist hell und gerade im Bahnhof Bundestag – welcher sonst eher durch seine schlichten Wände besticht – interessant. Säulen mit Öffnungen zur Erdoberfläche stützen die Bahnhofshalle und von der Decke scheinen in unregelmäßigen Abständen Spots welche an ein Sternenhimmel erinnern sollen. Die Schlichtheit verbindet den Bahnhof mit den umliegenden Gebäuden des Deutschen Bundestages wie dem Paul-Löbe-Haus oder dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Verbinden ist ein Stichwort. Der Bahnhof Bundestag liegt ja direkt im Band des Bundes welches Ost und West verbindet.

Der U-Bahn-Hof Hauptbahnhof ist mit 320 Metern schon arg lang und mit elf Metern Höhe ist die Bahnhofshalle die höchste im berliner Untergrundverkehr. Der Bahnhof wirkt fast freundlich und auf jeden Fall bunter als der Rest des Hauptbahnhofes. Was nicht zuletzt an den zwölf Infotafeln über die wichtigsten historischen Bahnhöfe in Berlin um 1900 an den Wänden liegt. Ein paar lilablaue Lichter habe ich auch entdeckt, die gehen aber im Konzept unter. Im Norden geht’s dann weiter zur Werkstatt, die sieht man im täglichen Unterwegssein aber nicht.
Nicht einmal 1500 Meter Länge misst die komplette Strecke. Dafür wurden immerhin 4.000 Tonnen Gleisschotter und 2.500 Schienenschwellen verbraucht. Ein Teil von 400 Metern wurde mit der Vereisungstechnik Solegefrierverfahren gebaut bei der das Erdreich vor dem eigentlichen Bau durch Rohre mit Kühlmittel verfestigt wird. Durch die Rohre fließt eine Kühlflüssigkeit bei -35° Celsius. Dafür brauchte es drei Kälteanlagen welche wiederum 1,1 Megawatt (Hallo Kraftwerk?) leisteten. Das Abtauen kann da schon einmal eineinhalb Jahre dauern. Ganz ordentlich.
Das es auch viel gemählicher zugehen kann in der Hauptstadt zeigt dieses Bild der S-Bahn vom südlichen Ende einige Studenn später.
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