Großartige Sache
gesternneulich. Irgendwie – wahrscheinlich über Twitter – gelangte ich vor ein paar Tagen auf eine Webseite und gewann
ein MacBookProein iPhone Plätze auf der Gästelisten zu diesem
Konzert. Eine Freundin meldete sich fix und wir trafen und direkt am
Kotti Kottbusser Tor um im
Festsaal Kreuzberg der Musik zu lauschen.
Was soll ich sagen? Es war viel großartiger als ich erwartete. Nach der unbekannten Ein-Mann-Vorband kam gleich
Erik Penny dessen Musik schon einmal viel mehr Wert war als alle Pennys welche ich besitze. Der
Singer-Songwriter aus Los Angeles lebt zurzeit in Berlin, singt charmant über
Hangover in Hanover und hatte eine reizende Begleitung mit großem Streichinstrument dabei. Auf die Bühne kamen auch noch andere Jungs welche aber für die gute Musik gar nicht nötig waren. Feine Sache. Wir haben und nach seiner Performance kurz unterhalten und ihm eine CD abgekauft. Dazu gab es eine Promo-CD und ein paar Aufkleber oben drauf. Ganz ohne große Gesellschaft im Hintergrund.
Und dann kam er.
Robotnik. So ziemlich das Abgefahrenste was ich in den letzten zwölf Monaten in Sachen Musik zu Gesicht bzw. auf die Ohren bekommen habe. Beim arg schrägen Intro hätten wir beinahe den Saal verlassen. Der Typ welcher dann in Windjacke, grüner Brille und etwas was einmal in den achtziger Jahren als stylomat Frisur durchgegangen wäre die Bühne betrat verhieß nichts Gutes. Was dann aber aus Mac, analoger Gitarre und Mundharmonika von der Bühne kam war untertrieben gesagt überraschend.
Robotnik beeindruckte und unterhielt durch sehr abwechslungsreiche, arg abgedrehte und elektronische Musik in analog wie man es nur selten sieht. Der Typ schnappt sich ganz Singer-Songwriter-like die Gitarre, den Mac zur Untermalung oder springt in
komischenwitzigen Figuren durch die Reihen und tanzt wie wild auf dem Obergeschoss herum. Musikalisch alle zwei Minuten ein anderes Genre vorgebend wirkte es manchmal wie Monty Python auf Speed wenn der Herr seinen teils experimentell wirkenden, teils mit leichtem Country-Einschlag gesungenen Songs zum Besten gibt. Wahnsinnig witzig das Ganze. Wer kommt schon auf die Idee auf eine Leiter zu steigen und Toastbrot-Scheiben ins Publikum zu werfen? Was ein Spaß!
I heart Sharks mussten leider ohne uns im Publikum musizieren. Schade eigentlich aber es war schon zu spät.

Dagger am Mittwoch, 30. September 2009, 22:39 in
Hörbar