Berlinale: Vorbericht


Obwohl wie jedes Jahr filmbegeisterte Fans schon nachts vor den Kassen der Berlinale campierten meldeten die Medien später am Abend von einem nur mittelmäßigen Kartenvorverkauf. Wie ich aus zuverlässiger Quelle gestern erfuhr sprach Dieter Kosslick (Bild von Dieter Kosslick auf dem Roten Teppich) – der Mann mit der künstlerischen und organisatorischen Verantwortung für das Filmfest – von 20.000 verkauften Karten allein am Montag. Das finde ich schon gut.
Die Berlinale 2009 als eines der A-Festivals zeigt sich auch dieses Jahr aufgeschlossen gegenüber aktuellen Technologien rund um Film. Die altbekannte Filmrolle wird immer weniger eingesetzt und immer mehr auf das Digitale gesetzt. Etwa 30 % aller Vorführungen sollen digital stattfinden. In den verschiedenen Kinosälen kommt der Film von 29 digitalen Kinoservern. Es gibt allerdings nur zwei DCI-Maschinen (DCI: Digital Cinema Initiative) mit Xenon-Brennern zwischen
drei- und sieben Kilowatt. Ganz ordentlich. Dem Technikfreak würde sicher auch das zentrale Datenlager – ein SAN (SAN: Storage Area Network) mit 45 Terabyte Kapazität gefallen.
Mich würde aber auch die Vorführung alter Schinken Klassiker wie Lawrence of Arabia von 1962 gefallen. Der etwa dreieinhalb Stunden lange Film würde nämlich in Super Panavision 70 auf 70 mm Filmmaterial gedreht. Da kommt noch kein Kinobeamer mit. Der mit sieben Oscars prämierten Film mit Peter O'Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, natürlich Omar Sharif und anderen habe ich zwar schon in früheren Tagen auf einem 4:3 Fernseher gesehen. Aber da geht ja das halbe Bild verloren.










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