re:publica 08: Tag 2


Die letzte Nacht ist kaum überstanden da ging es auch schon wieder los zum zweiten Tag der Konferez. Gestartet mit einem Vortrag über Placeblogging und Stadtwikis ging es gleich in die Vollen mit beeindruckenden Zahlen wie dass es allein im Stadtwiki Karlsruhe etwa 15.00 Einträge und über 37.000 Seiten gibt. Gar nicht schlecht. Spannender vom Thema wie auch von der
Im Panel über Onlinerecht mit Rechtsanwalt Thorsten Feldmann am Mikrofon gab es auch gleich ein Beispiel wie LIDL einen Mitarbeiter beim Onanieren während der Arbeitszeit auf der Toilette filmte. Natürlich tauchte dieser Film im Internet auf. Drogennehmende Expolitiker sind üblicherweise auch nicht okay, selbst wenn man die Nutzungsrechte dafür besitzt. Als Jurist drückt er sich schon gewählt aus. Stefan Niggemeier, Gründer vom BILDBlog, plauderte aus dem Nähkästchen über seine Abmahnungen - man erinnere sich an die Callactive-Fälle - welche bei ihm ja schon fast an der Tagesordnung zu sein schienen. Zumindest konnte man den Eindruck gewinnen. Schönes Zitat Man muß mit Frustration rechnen wenn man die Strafverfolgungsbehörden einschaltet.. Und - wen hätte das überrascht? - Google Analytics bleibt datenschutztechnisch fragwürdig.
Den ersten englischsprachigen Vortrag den ich gehört habe auf der re:publica hielt Peter Sunde von der schwedischen Seite The Pirate Bay, der berühmten - wenn nicht die berühmteste - und berüchtigten Torrent Such-Seite. Eine Seite die der Contentindustrie (Filem, CDs, Spiele...) dauerhaft ein Dorn im Auge ist. Lustigerweise hatte die Piratenbucht ihre Server auch mal in einer vom Militär bewachten Bank stehen. Da kommt auch die Polizei so schnell nicht heran. Auch wenn sich die Filmindustrie in den Vereinigten Staaten beim Weißen Haus beschwert welches sich wiederum im Schweden beschwert und auf Aktionen gegen die Seite drängte. Das muß man sich einmal vorstellen. In der Folge gingen tausende Sschweden auf die Straße. Ein amüsanter Vortag mit vielen Anekdoten.
Eher Theorie gab es im Vortrag über BILDBlog und eine etwaige Enteignung Springers. Besser ins Ohr ging das Panel über Musik im Netz mit Johnny Haussler. Motor FM - anwesend war Tim Renner - spielt Musik aus dem Netz, während man beim Netlabel Pulsar Records kostenlos Musik angeboten bekommt. Abseits der üblichen Diskussion gab es den ein oder anderen Einblick in das Geschehen rund um Musik mit und ohne Internet. Zitat des Panels: Wenn ich leiden will für meinen Künstler kaufe ich mir einen Track von ihm auf dem Handy..
Abends ab zur wirklich grünen Aka-Aki Launch-Party im Sanatorium 23. Noch nie so viele Handys auf Bluetooth-Empfang auf einem Haufen gesehen. Schick wars. Hicks.
Dagger am Sonntag, 6. April 2008, 18:28 in Triff das Internet









