Berlinale: Sorasoi und die Animationsfilme

Eine Karte hätte ich haben können. Für den mit medialen Vorschusslorbeeren bedachten Film Deutschland 09 – eine Zusammenstellung von aktuellen deutschen Filmen zur Lage der Nation. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich aber abgelehnt. Zumal ich am Samstag noch zwei weitere Filme auf dem Zettel hatte. Zum einen den japanischen Film Sorasoi. Ein Film von Katsuhito Ishii, Yuuuka ooosumi und Shunichiro Miki (Nice Rainbow). Vielleicht erinnert sich noch jemand an Funky Forest von denselben Regisseuren? Der Film ist eine Mischung aus Farce, Tanzfilm und Romantik – neudeutsch Mockumentary – und läuft im Kinderprogramm Generation14+. Macht aber trotzdem – oder gerade deswegen – Spaß. Vor allem wenn man erst gar nicht genau weiß worum es geht. Dies findet man aber schnell heraus und sich hinein in den lustigen Film um die eher abgelegene Jugendherberge Sorasoi, eine meist am Strand übende Tanzgruppe und die teils romantischen Verwicklungen welche das Auftauchen von Yuri nach sich ziehen. Dabei vergisst der Film nicht immer wieder mit fast schrägem Humor auf sich aufmerksam zu machen. Hat Spaß gemacht wieder einen japanischen Film zu schauen.
Der zweite Film bestand aus fünf Filmen. Im Rahmen von Winter adé wurden gleich mehrere preisgekrönte internationale Animationsfilme aus Vorwendezeiten gezeigt. Zwei davon kannte ich schon – Balance von 1989 und Einmart von 1981. Der eine aus West- der andere aus Ostdeutschland. Einmart war übrigens der Name eines Kraters bzw. seines Entdeckers. So richtig viel anfangen konnte ich mit den Animationsfilmen nicht. Besonders Das Märchen der Märchen hat es einem schwer gemacht. Der polnische Beitrag Tango war dagegen von erfrischender Leichtigkeit.
Es hat es sich doch wieder etwas gelohnt und meinen Filmbedürfnis etwas gestillt.




















