Dortmund als Tagesausflug zum Fußball

Was kommt man auf lustige Ideen. Eins, zwei, Schwups. Schon sitzt Du im ICE nach Dortmund. Von Berlin aus Richtung Heimat sollte es gehen. Für einen Tagesausflug ins Westfalenstadion. Manchen auch als Signal Iduna Park ein Begriff. Weil der BVB gegen die Hertha spielte. Fußball Bundesliga live.

Nur weil es ein Samstag war heißt dass ja nicht dass mein Wecker später klingeln dürfte. Sonst wäre es zu knapp geworden. Und wer kam wieder einmal zu spät? Genau, der Zug. Und wer zu spät abfährt darf auch zu spät ankommen, oder wie? Das würde jedenfalls die Zeitverzögerung auf der Rückfahrt ebenfalls erklären. Nicht aber den 'mobilen' Toilettensitz welcher direkt neben einer Toilette im Gang lehnte. Früh hilt ich schon Ausschau nach dem Hermannsdenkmal welches wohl jeder in Nordrhein Westfalen Geborene kennt. Für mich in dieser Richtung immer ein gutes Zeichen, quasi das Tor zur Heimat.

In Dortmund angekommen mussten wir erst einmal den Alten Markt besuchen und uns umschauen ob sich in der Zwischenzeit noch etwas verändert hat. Und es veränderte sich einiges. Klar. Daher sind wir quasi direkt ins Brinkhoff's gestürzt und haben es uns bei einem Frischgezapften gut gehen lassen. Bei knallendem Sonnenschein war es so voll dass wir uns zu einem älteren Pärchen an den Tisch gesellten. Die fingen – freundlich wie Dortmunder nun mal sind – auch gleich an mit meiner Mutti über die alten Zeiten zu quatschen. Mutti schien bei den Geschichten von damals also nicht übertrieben zu haben. Sehr unterhaltsam und wir hatten alle unseren Spaß. Gegessen wie bei Muttern wurde sowieso.
Zum Verhängnis wurde uns fast dass Mutti ein Hertha-Shirt anhatte. Damit darf man in Dortmund nämlich nicht auf die Südtribüne. Es würde wohl die Gelbe Wand stören. Das sieht dann so aus. Wobei das halbe Stadion ja eh in Schwarz-Gelb war. Fußball ist im Pott halt Religion. Zwar ist das einprägsame Stadion nicht das schönste. Aber wer einmal dort ein Spiel erlebt hat bekommt schon ein wenig von der Faszination Fußball mit. Die Toilettensituation ist allerdings unter aller Sau gewesen. Da fließt einfach kein Wasser in den viel zu wenigen Toiletten. Was war denn da los? Das ist im berliner Olympiastadion viel besser gelöst. Ich mag das aber auch so.


Das Spiel selbst war eher mittel und man fragt sich wo Dortmund in der ersten Hälfte eigentlich war. Was auch gestört hat war die Abreisesituation vom Stadion, insbesondere was die Straßenbahn anging. Merkwürdige Absperrungen ließen und eine halbe Ewigkeit laufen bis wir doch wieder Richtung City kamen und uns erst einmal eine ordentliche Portion Pommes Schranke mit einer Currywurst bestellten. Und wen trifft man dort? Ein paar bekannte Hertha-Fans welche mit ihren Dauerkarten immer direkt neben Mutti im Stadion sitzen. Die Berliner fanden neben dem Bier sogar die Currywurst gut. Schau mal an.
Ein paar Fotos später treffe ich dann im Bahnhof einen Twitterer aus Berlin. In Dortmund trifft sich Berlin. Einfach herrlich. Alle Fotos wie immer im Fotoalbum Tagesausflug Dortmund.










