Die letzte Nacht ist kaum überstanden da ging es auch schon wieder los zum zweiten Tag der Konferez. Gestartet mit einem Vortrag über Placeblogging und Stadtwikis ging es gleich in die Vollen mit beeindruckenden Zahlen wie dass es allein im
Stadtwiki Karlsruhe etwa 15.00 Einträge und über 37.000 Seiten gibt. Gar nicht schlecht. Spannender vom Thema wie auch von der
Schlammschlacht Diskussion war natürlich das Panel über Geldverdienen mit Blogs. Es wurde richtig voll, Don Dahlmann (
Irgendwas ist ja immer) sprach auch mit Sascha Lobo - der mit dem größeren Iro wohl frisch von der Follower-Party kam *g - einem der Mitgründer von
adical und nicht zuletzt auch
Spreeblick. Er berichtete von Milionenumsätzen innerhalb von ein paar Monaten. Beide kamen etwas sympathischer rüber als Robert Basic (
Blog) welcher tausende € pro Monat mit seinem Blog verdient. Was gar nicht schlecht ist. Hauptsache Transparenz, nicht beeinflussen lassen. Es ging hoch her. An die Gurgel gegangen sind sich die Vortragenden aber dann doch nicht. Aber sehr unterhaltsam. Da wollte das Publikum auch nicht zurückschrecken. Was lernen wir? Google Adsende und Affiliate Werbung lohnen sich nur in den allerseltensten Fällen. Also Finger weg. Das Beste brachte allerdings der Herr vom
Blogwerk aus dem Publikum. Da gab es viel Applaus für vernünftige Statements.
Im Panel über Onlinerecht mit Rechtsanwalt
Thorsten Feldmann am Mikrofon gab es auch gleich ein Beispiel wie LIDL einen Mitarbeiter beim Onanieren während der Arbeitszeit auf der Toilette filmte. Natürlich tauchte dieser Film im Internet auf.
Drogennehmende Expolitiker sind üblicherweise auch nicht okay, selbst wenn man die Nutzungsrechte dafür besitzt. Als Jurist drückt er sich schon gewählt aus.
Stefan Niggemeier, Gründer vom
BILDBlog, plauderte aus dem Nähkästchen über seine Abmahnungen - man erinnere sich an die
Callactive-Fälle - welche bei ihm ja schon fast an der Tagesordnung zu sein schienen. Zumindest konnte man den Eindruck gewinnen. Schönes Zitat
Man muß mit Frustration rechnen wenn man die Strafverfolgungsbehörden einschaltet.. Und - wen hätte das überrascht? - Google Analytics bleibt datenschutztechnisch fragwürdig.
Den ersten englischsprachigen Vortrag den ich gehört habe auf der
re:publica hielt Peter Sunde von der schwedischen Seite
The Pirate Bay, der berühmten - wenn nicht die berühmteste - und berüchtigten Torrent Such-Seite. Eine Seite die der Contentindustrie (Filem, CDs, Spiele...) dauerhaft ein Dorn im Auge ist. Lustigerweise hatte die Piratenbucht ihre Server auch mal in einer vom Militär bewachten Bank stehen. Da kommt auch die Polizei so schnell nicht heran. Auch wenn sich die Filmindustrie in den Vereinigten Staaten beim Weißen Haus beschwert welches sich wiederum im Schweden beschwert und auf Aktionen gegen die Seite drängte. Das muß man sich einmal vorstellen. In der Folge gingen tausende Sschweden auf die Straße. Ein amüsanter Vortag mit vielen Anekdoten.
Eher Theorie gab es im Vortrag über BILDBlog und eine etwaige Enteignung Springers. Besser ins Ohr ging das Panel über Musik im Netz mit Johnny Haussler.
Motor FM - anwesend war Tim Renner - spielt Musik aus dem Netz, während man beim Netlabel
Pulsar Records kostenlos Musik angeboten bekommt. Abseits der üblichen Diskussion gab es den ein oder anderen Einblick in das Geschehen rund um Musik mit und ohne Internet. Zitat des Panels:
Wenn ich leiden will für meinen Künstler kaufe ich mir einen Track von ihm auf dem Handy..
Abends ab zur wirklich grünen
Aka-Aki Launch-Party im
Sanatorium 23. Noch nie so viele Handys auf Bluetooth-Empfang auf einem Haufen gesehen. Schick wars. Hicks.